Die massive Kritik in der Vergangenheit hat am Prinzip des Klarnamenzwangs mächtig gerüttelt und trägt nun Früchte.
Allerdings wird ein Normaluser kaum in den Genuss eines Pseudonyms kommen, da Google sehr strenge Richtlinien für die Verwendung von Künstlernamen bzw. Aliase festgelegt hat. Ab sofort dürfen nur so genannte "etablierte Identitäten", Personen die z.B. Pseudonyme schon länger im echten Leben führen oder im Internet als Blogger sich einen Namen gemacht haben, mit einem Pseudonym bei Google+ anmelden oder diesen Google einreichen. Des Weiteren muss der Inhaber des Pseudonyms einen entsprechenden Nachweis erbringen. Des Weiteren würde eine "aussagekräftige bzw. signifikante Gefolgschaft" für den Erhalt eines Pseudonyms auch ausreichen. Was allerdings dahinter steckt oder wie es geregelt ist, ist noch nicht bekannt.
Mehr zum Thema gibt es direkt vom Vice President Product, Bradley Horowitz, der eigens dafür einen Beitrag in seinem Google+-Account veröffentlicht hat.
Google+ erlaubt endlich Pseudonyme
Facebook-Chronik wird aufgezwungen
Die Wahl zwischen der klassischen Ansicht und der neuen Chronik wird es in Kürze nicht mehr geben. Facebook zwingt allen Nutzern die "Timeline", im deutschen Sprachgebrauch Chronik, auf.
Dieser Schritt war abzusehen, als Facebook die Einführung sogenannter Timeline-Anwendungen angekündigt hatte. Auch wenn man damals vehement noch die freiwillige Umstellung der Darstellung gepriesen hatte, bemerkte man doch später dass enorme Potential der Timeline-Anwendungen, in der z.B. Aktivitäten der Benutzer automatisch erfasst und gepostet werden, allerdings auch nur, wenn der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat. Anwendungen von Musik-Streaming Diensten von Simfy oder Rdio können nur genutzt werden, wenn man dem automatischen Aktivitätsverlauf auch zustimmt.
Die Datenschützer sind sich uneinig, wie darauf reagiert werden soll. Denn die Darstellung der neuen Ansicht hat an sich wenig mit der Privatsphäre des Users zu tun und hier kann Facebook im Grunde schalten und walten wie es ihm beliebt. Immerhin behält der User die Kontrolle über den Inhalt der Chronik und kann Beiträge oder Kommentare löschen oder andere Elemente ausblenden.
Infografik: Business Social Media Sheet
Flowtown hat eine Infografik als Orientierungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen veröffentlicht, die ins Social Web einsteigen wollen.
Das Social Media Sheet soll die ersten Fragen beantworten und Vorarbeit leisten, falls man als Verantwortlicher ohne Vorwissen in die Thematik wagt. Die Grafik enthält einen Überblick der gängigen Plattformen, Vor- und Nachteile, Besonderheiten, Nutzerzahlen und die Eignung der jeweiligen Plattformen.
(Für eine vollständige Ansicht bitte auf das Bild klicken)
Google+ mit neuer Video-Aufzeichnungsfunktion
Gestern hat Google seinem sozialen Netzwerk Google+ ein neues Video-Feature spendiert, mit der man relativ simpel über eine Webcam ein Video aufzeichnen und diese sofort seinen Kreisen zur Verfügung stellen kann. Dieses Feature findet sich der Sharing-Box für Videos und heißt "Record video". Die Aufzeichnung funktioniert mittels einer Flash-Anwendung, der man zuvor die Zugriffsrechte erteilen muss. Anschließend kann sofort mit der Aufnahme begonnen werden. Nach Beenden der Aufnahme wird das Video automatisch angehängt und man kann es dann wie gehabt seinen Kreisen zur Ansicht veröffentlichen.
Die Aufnahmen sind allerdings auf eine Länge von 15 Minuten limitiert. Damit das Ganze auch reibungslos funktioniert, sollte die neueste Version des Flash-Players installiert haben.
Neue Timeline-Apps in Facebook
Wie schon auf der letzten Entwicklerkonferenz f8 vorgestellt wurde, wurden nun die ersten 60 Timeline-Apps veröffentlicht. Laut Facebook möchte man mithilfe dieser Apps die Chronik lebendiger gestalten. Die neuen Apps setzen auf die von Facebook überarbeitete Fassung des Open Graph Protokolls in den Verben wie Hören, Essen, Sehen, Kochen u.v.m. markiert werden können. Nutzer sollen ihre Aktivitäten besser und feiner granulieren, statt wie bisher Aktivitäten zu mögen. Dadurch soll die soziale Komponente wie gleiche Interessen aus dem wirklichen Leben besser in der Timeline dokumentiert werden.
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